Name: Gerhard Fiegl
Spitzname: Gerry
Geburtsdatum: 23.10.1988
Geburtsort Zams
Wohnort: Umhausen
Staatsbürgerschaft: Österreich
Hobbys Klettern, Eisklettern, Bergsteigen, Schitouren, Laufen, Reisen, ...
Ausbildung: 4 Jahre Volksschule Umhausen
4 Jahre BRG Imst
5 Jahre HTL Wi/Binf

Schilehrer Anwärter
Bergrettung
staatl. gepr. Berg- u. Schiführer

Das Interesse am Alpinismus wurde mir praktisch schon in die Wiege gelegt, da meine Eltern, beide leidenschaftliche Bergsteiger, mich schon sehr früh in die Berge der näheren und weiteren Umgebung mitnahmen. Anfänglich waren es Berg- und Schitouren, doch schon bald war ich zusammen mit meinem Vater auf den ersten Graten unterwegs und machte Kletterversuche.

Die Eröffnung einer Kletterhalle in unserer Gemeinde ermöglichte es mir dann mit 8 Jahren, an einem Kletterkurs und später an einigen Wettkämpfen teilzunehmen. Nach ca. 3 Jahren regelmäßigem Training konnte kein neuer Trainer mehr gefunden werden, worauf sich mein sportliches Interesse dem Fußball zuwandte.
Schon bald wurde mir jedoch klar, dass ich bei schönem Wetter lieber in der Natur unterwegs bin, und deshalb fing ich mit ca. 13 Jahren wieder an, regelmäßig zu klettern.

Ich entdeckte den Klettersport als Bergsteiger, war schon seit früher Kindheit mit der Natur verbunden und merkte schnell, dass mich das reine Sportklettern eigentlich nicht ganz zufrieden stellt. Es gefällt mir an schönen Tagen einfach besser auf einem Gipfel in der Sonne, als in einem Klettergarten im Schatten.
Als ich mit 14. Jahren zusammen mit einem Freund das erste Mal durch die Fleischbank Südostwand kletterte, war ich sehr beeindruckt und fand für mich im Alpinklettern die ideale Kombination aus klettern und bergsteigen. Im darauffolgenden Sommer war ich dann regelmäßig an den Wochenenden und in jeder freien Minute - wenn das Wetter passte und ein Seilpartner zur Verfügung stand - in irgendwelchen alpinen Touren im Wetterstein, Wilden Kaiser oder den Dolomiten unterwegs.
Von Anfang an faszinierten mich alte Klassiker und ich konnte mittlerweile schon, auch auf Grund der immer besseren Erfahrung, die eine oder andere klassische Route wie z.B. Locker vom Hocker, Pumprisse, Hasse/Brandler, usw. klettern.
Ganz ohne Sportklettern geht es natürlich nicht und v.a. im Frühling und Herbst bieten die Klettergärten unserer Umgebung eine ideale Möglichkeit an der Leistungsgrenze zu klettern und das eigene Können zu verbessern. Eine meiner bisher schwersten Routen Double BigMac 8a+ befindet sich in Niederthai, wo ich am liebsten chillige Klettertage mit Freunden verbringe.

Ständig auf der Suche nach neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Abenteuern entdeckte ich mit 15 Jahren das Eis- u. Mixedklettern, als weitere Spielform des Klettersportes für mich.
Nach den ersten „Gehversuchen“ im Eis merkte ich unter Anleitung erfahrenerer Kollegen aber bald, dass auch das Eisklettern nicht nur eine sinnlose „Hackerei“, sondern eine sehr ästhetische Bewegungsform sein kann.
Mittlerweile bin ich schon einige Wasserfälle geklettert und muss natürlich zugeben, dass die Bewegung immer eine ähnliche ist. Die sich ständig ändernden Wasserfälle und Eisverhältnissen machen diese Sportart aber trotzdem sehr interessant.

Es mag abgedroschen klingen, aber das Wichtigste im Leben sind nicht Berge, Klettertouren und Schwierigkeitsgrade, sondern Gesundheit und Zufriedenheit. Jeder von uns weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, gesund und fit zu sein, sondern dass sich diese Situation von einer Sekunde auf die nächste ändern kann.
Wenn wir also manchmal irgendwo unter einem Felsblock oder einer Wand sitzen und uns über den missglückten Durchstieg einer Route ärgern - ein Gefühl das nahezu jeder Kletterer kennt - sollten wir uns vielleicht vor Augen führen über welche Kleinigkeit wir uns letztendlich eigentlich aufregen.

Sport und v.a. Bergsport spielen sicher eine sehr zentrale Rolle in meinem Leben, aber ich hoffe, dass ich bei der Verfolgung meiner Ziele und Träume niemals aus dem Auge verliere, dass es auch noch etwas anderes als Griffe, Routen, Wände und Gipfel gibt.